Buddhistische Heilmethoden
In unserer heutigen Gesellschaft ist das Tempo hoch und die Anforderungen sind enorm. Viele Menschen verlieren dabei den Kontakt zu sich selbst, fühlen sich erschöpft, innerlich unruhig oder orientierungslos.
Für mich persönlich hat die buddhistische Praxis einen tiefen Zugang eröffnet: zu innerer Stabilität, Klarheit und zu unserer ursprünglichen Essenz. Wir sind von Natur aus verbundener, weiser und kraftvoller, als wir es im Alltag oft erleben. Die Methoden, mit denen ich arbeite und die ich lehre, helfen dabei, dieses innewohnende Potenzial wieder zugänglich zu machen – auf eine sehr praktische und alltagstaugliche Weise.
Mein Weg als buddhistische Lehrerin
Neben meiner therapeutischen Arbeit bin ich seit vielen Jahren auch als buddhistische Lehrerin tätig. Ich gehöre zu den wenigen Lehrerinnen im deutschsprachigen Raum, die von der Lehrerin Lama Tsültrim Allione autorisiert und zertifiziert wurden, Meditationen und Übungen aus den sogenannten Kapala- (Weisheits-) Retreats zu lehren.
Dazu gehören unter anderem die Praxis „Den eigenen Dämonen Nahrung geben“ – eine tiefgehende Methode zur Transformation schwieriger innerer Zustände – sowie ausgewählte Natur-des-Geistes-Meditationen aus dem Vajrayana-Buddhismus, die uns direkt mit unserer ursprünglichen, gesunden Natur in Kontakt führen.
Auf diesem Weg bin ich Teil des Ausbilder:innen-Teams, das Therapeut:innen in der Methode „Dämonen nähren“ schult, damit sie diese verantwortungsvoll in ihre therapeutische Arbeit integrieren können.
Achtsamkeit & Meditation
Meditation ist eine einfache Übung mit oft erstaunlich tiefer Wirkung. Die medizinische Forschung zeigt heute eindrücklich, dass Achtsamkeitspraxis Stress reduziert und bei Ängsten, Depressionen und Erschöpfung unterstützend wirkt.
Achtsamkeit bedeutet, mit der Aufmerksamkeit ganz im gegenwärtigen Moment zu sein. Wenn wir präsent sind, kommen Grübeln, Sorgen und innere Unruhe zur Ruhe. Wir erleben uns selbst und den Moment klarer – mit all unseren Sinnen.
Diese Haltung ist besonders in schwierigen Situationen wertvoll. Sie hilft, innere Stabilität zu bewahren, klarere Grenzen zu setzen, bewusster zu kommunizieren und die eigene Stressresistenz zu stärken.
Achtsamkeit und Meditation sind in meine therapeutische Arbeit integriert und ergänzen meine vielfältigen therapeutischen Methoden, wo es sinnvoll ist. Darüber hinaus lehre ich Meditation regelmäßig in Kursen, Meditationsgruppen und Retreats (siehe „Veranstaltungen“).
Selbstmitgefühl
Selbstmitgefühl ist eine zutiefst heilsame Praxis. Zahlreiche Studien zeigen, dass es vor Burnout und Depression schützt, die psychische Gesundheit stärkt und unsere Beziehungen verbessert.
Dabei geht es nicht um Selbstmitleid oder Schwäche, sondern um die Fähigkeit, uns selbst in schwierigen Momenten freundlich, klar und unterstützend zu begegnen. Selbstmitgefühl übernimmt die Rolle eines inneren guten Freundes oder einer inneren guten Freundin. Es hilft uns, Fehler anzunehmen, Überforderung zu regulieren und wieder in Kontakt mit unseren Ressourcen zu kommen.
Diese Methode integriere ich regelmäßig in meine therapeutische Arbeit und lehre sie auch in Kursen und Meditationsgruppen.
Den Dämonen Nahrung geben
Der Name dieser Methode kann irreführend sein. Im tibetischen Buddhismus stehen „Dämonen“ für unsere inneren Schattenseiten: Ängste, Wut, Traurigkeit, innere Konflikte, Süchte oder festgefahrene Muster.
Diese Zustände werden nicht bekämpft oder verdrängt, sondern achtsam angesprochen und mit dem genährt, was sie wirklich brauchen. Dadurch kann sich die in ihnen gebundene Energie in unterstützende Weisheit und Kraft verwandeln.
Die Methode „Den Dämonen Nahrung geben“ wurde von Lama Tsültrim Allione auf Basis der Chöd-Tradition entwickelt. Sie verbindet Meditation und psychotherapeutische Prozesse auf eine sehr direkte und wirksame Weise und kann sowohl therapeutisch begleitet als auch als Selbsthilfemethode praktiziert werden.
Ich bin autorisiert, diese Praxis zu lehren, und setze sie – wenn gewünscht – auch im therapeutischen Kontext ein. Zudem leite ich Seminare und Retreats und bilde gemeinsam mit Kolleg:innen Therapeut:innen in dieser Methode aus.
Chöd – eine traditionelle Heilpraxis
Chöd ist eine alte Praxis aus dem tibetischen Vajrayana-Buddhismus, begründet von der Yogini Machig Labdrön im 11. Jahrhundert. In dieser Praxis werden innere und äußere Hindernisse symbolisch „genährt“, um sie zu befrieden und zu transformieren.
Die traditionelle Form wird mit Ritualinstrumenten und Gesang praktiziert und gilt als sehr kraftvoll. Sie wird ausschließlich von entsprechend geschulten Lehrer:innen weitergegeben. Nicht-praktizierende Teilnehmer:innen können die Praxis im Liegen entspannt hören und empfangen. Ich biete Übungsgruppen für Teilnehmer:innen, die diese Übung kennen.
Meditationsgruppe in Schwabing
Unsere offene Meditationsgruppe findet jeden Freitag von 7:30–8:15 Uhr statt.
Die Gruppe ist offen für alle und bietet ein ruhiger, zentrierender Start in den Tag – auf Spendenbasis zugunsten eines guten Zwecks.
Bei Interesse bitte per E-Mail melden.